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Ein kleiner Fluss in der Nähe von La Tigra.

Reisen in Costa Rica unter Coronabedingungen

Ein Erfahrungsbericht von Dezember 2020

Rainer Stoll / 19.11.2020 Blog author avatar

Wenn nicht wir nach Costa Rica reisen, wer dann?

Viele Menschen verspüren derzeit eine gewisse Unsicherheit, was das Reisen betrifft. Ich gebe zu, mir ging es ähnlich, bei dem Gedanken mit der ganzen Familie mehrere Wochen nach Costa Rica zu fliegen. Ich habe aber das Glück, viele langjährige Freunde dort zu haben, auf die ich vertrauen kann, die mir die Wahrheit erzählen und nicht das, was ich hören will. Und bei denen ich auf Unterstützung vertrauen kann, wenn irgendwas passiert wäre. Zudem veranstalten wir bei travel-to-nature schon seit jeher Reisen in kleinen Gruppen mitten in die Natur, weshalb es äußerst unwahrscheinlich ist, sich mit dem Virus zu infizieren. Deshalb haben wir uns für die Reise nach Costa Rica entschieden. Wenn nicht wir, wer dann?

Anreise zum Flughafen und Flug nach Costa Rica

Über die Anreise mit der Bahn kann ich leider wenig sagen. Unser Zug war menschenleer, die Schaffner trugen Masken und die wenigen Gäste im Abteil auch. 
In Frankfurt am Flughafen haben wir mehr als drei Stunden Zeit gehabt, wir wollten keinen Stress schon bei der Anreise haben. Die Maskenpflicht wurde anstandslos eingehalten. Leider wurde nirgendwo Temperatur gemessen und als wir geflogen sind, war kein Covid-Test bei Lufthansa erforderlich. Wir haben trotzdem einen Test machen lassen, sicher ist sicher. Und schließlich hat man ja auch eine Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber. 
Vor dem Boarding wird geprüft, ob jeder den Health-Pass des Gesundheitsamtes Costa Rica ausgefüllt hat. Über die Einreiseprozedur nach Costa Rica erfahrt Ihr alles hier: Einreiseprozedur Costa Rica.

Der Flug mit Lufthansa dauerte 12 Stunden. Wir mussten während des gesamten Fluges die Maske tragen, was sich im Nachhinein schlimmer anhört als es ist (während der Mahlzeiten konnte man die Maske natürlich abnehmen). Tatsächlich war die Luft im Flugzeug mit Maske nicht so trocken und irgendwann hat man sie sowieso völlig vergessen. Ich habe keinen Passagier und keinen der Flight Attendants gesehen, der diese Regel verletzt hätte.

Unterwegs in Costa Rica - Bus oder Mietwagen

Bei der Ankunft wird ein genaues Protokoll am Flughafen eingehalten. Jeder muss an einer Kamera vorbei, die die Körpertemperatur misst. Der Abstand wird penibel eingehalten, er ist in Costa Rica 1,80m. Bei der Einreise wird der Health-Pass kontrolliert und natürlich der Reisepass. Das dauert seine Zeit, aber nach einer Stunde ist jeder durch die Immigration durch. Die Koffer werden bei der Einreise desinfiziert. 

Euer Reiseleiter von travel-to-nature wartet am Ausgang auf Euch. Bei uns war es Alvaro, der auch ein langjähriger Freund unserer Familie ist. Die neuen Begrüßungsrituale kennt ja inzwischen jeder. Faust auf Faust oder eine Verbeugung, statt Bussi-Bussi. Abstand statt Umarmung. Im Bus selbst bilden die Reisenden dann eine "soziale Blase", die Masken dürfen trotzdem nicht abgenommen werden, aber innerhalb dieser Blase muss man zumindest den Abstand nicht einhalten. Wem das nicht gefällt, für den empfehlen wir einen Reise mit Privatguide (welcher sich auf Wunsch ebenfalls testen lässt). Wir arbeiten gerade vieler solcher "Privat Guide-Touren" für Euch aus.

Individualreisende erwartet ein Mitarbeiter von uns, der Euch zum ersten Hotel bringt, wo Ihr am nächsten Tag einen desinfizierten Mietwagen von einem Mitarbeiter mit Maske übernehmt. Ihr müsst natürlich auch Eure Maske überall parat haben. Im Notfall haben wir aber auch Einwegmasken für Euch dabei. 

In den Hotels in Costa Rica

In den Hotels angekommen gilt: erstmal wieder Maske auf beim Check-In. Eure Hände werden mit Spray desinfiziert, bevor Ihr die Formulare ausfüllt. Die Zimmer sind alle vor Eurer Ankunft grundgereinigt und desinfiziert worden. Das weiß ich, weil ich es selbst gesehen und getestet habe. Und ich habe es gerochen :-)

Die Hotelangestellten wissen genau, wie wichtig es für uns Besucher ist, dass wir uns sicher fühlen können, deshalb habe ich es sehr selten erlebt, dass Hotelangestellte keine Maske getragen haben. Sie wechseln sogar alle vier Stunden die Masken, weil das hier Vorschrift ist. Allerdings wird das wahrscheinlich nicht immer ganz korrekt beibehalten. Aber auch die Köch*innen, das Reinigungspersonal, alle im Kontakt mit Gästen, sind wirklich diszipliniert. Ich weiß natürlich auch, dass es viele Leute in Costa Rica gibt, die Corona als nicht so gefährlich ansehen, aber trotzdem wissen, dass es für uns Deutsche doch sehr wichtig ist. 

Auf den Touren

Im Urwald und auf den meisten Eurer Touren braucht Ihr die Maske nicht aufsetzen. Oftmals wird aber verlangt, dass man vor Eintritt in den Nationalpark die Hände gründlich wäscht, an einigen Attraktionen wird die Temperatur gemessen (Eine Art Laserpistole wird an den Unterarm gehalten) und fast überall muss man die Hände zusätzlich desinfizieren. Aber das dauert keine zwei Minuten und hindert kaum am Reisen. 

Ihr seht: alles kein Hexenwerk. Und ich persönlich glaube, das wird noch ein, zwei Jahre so weitergehen, bis alle Menschen geimpft sind, oder große Teile davon. Hier, wie überall sonst, gilt:

  • Abstand halten
  • Mund-Nasenschutz tragen
  • Hygieneregeln beachten
  • Testen, testen, testen

Und was ist, wenn was passiert?

Zuallererst ist es wichtig zu wissen, dass man nur ins Land darf, wenn man im Health-Pass eidesstattlich versichert, dass man eine Covid-Versicherung hat, die während der gesamten Reisezeit gilt, die mindestens 50.000 USD Krankenhauskosten abdeckt und 2000 USD Quarantänekosten versichert. Bei Hanse Merkur gibt es diese Versicherung. Wir empfehlen jedem unserer Gäste, diese Covid-Zusatzversicherung abzuschließen. 

Die Covid-19 Zahlen in Costa Rica sind zur Zeit zum Glück rückläufig. Es gibt viele Fälle in der einzigen richtigen Großstadt San José und in den Städen Puntarenas und Liberia. Auf dem Land dagegen gibt es kaum Coronafälle. Die Gesundheitsfürsorge in Costa Rica ist hervorragend, eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Und es gibt im Moment genügend Kapazitäten auch auf den Intensivstationen. 

Wir von travel-to-nature haben eine ausgezeichnete Agentur vor Ort, die sich um Euch kümmern würde. Außerdem wir haben ein Partnerhotel, in dem Ihr im Ernstfall Eure Quarantäne "absitzen" könnt, in dem man Euch das Essen vor das Zimmer bringt und in dem ein Arzt nach Euch schauen würde. 

Wir hoffen natürlich, dass sowas nie passiert, aber sicher ist es für Euch gut zu wissen, dass Ihr mit travel-to-nature einen guten Partner vor Ort habt, der sich um Euch kümmert. 

Mein persönliches Fazit

Als wir zu Hause angekommen sind, haben wir uns in Quarantäne begeben, sind dann nach fünf Tagen zum Arzt und haben uns testen lassen. Nachdem alle negativ getetest wurden, sind wir wieder unserem normalen Leben nachgegangen. 

Kommt mit travel-to-nature nach Costa Rica! Hier fühlten wir uns persönlich sicherer, als zur Zeit in Deutschland. Das Reisen an sich ist sehr ähnlich zu den Reisen vor Corona. 

Zu unseren Costa-Rica-Reisen


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